Auszeichnungen

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Jugendförderpreis
Niedersächsischer Kinderrechtepreis
Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage
Umweltschule
Zivilcouragepreis


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Wer in der Schule erfolgreich sein will, muss die in der Schule benutzte Sprache beherrschen, die so genannte Bildungssprache. Das fällt vielen Kindern und Jugendlichen schwer, weil in ihrem Umfeld ganz anders gesprochen wird. Die Bildungssprache steht der geschriebenen Sprache näher, ist abstrakter, zugleich oft präziser und grammatisch komplexer als die Alltagssprache. Sie enthält außerdem Fachausdrücke aus den verschiedenen Schulfächern. Die Herausforderung beim Erwerb der Bildungssprache wird für viele Schülerinnen und Schüler noch dadurch vergrößert, dass sie zweisprachig aufwachsen und Deutsch nicht die alleinige Familiensprache ist. Als Projektschule in diesem Bereich wurde der Schule ab der Deilich der Dank der Kultusministerin ausgesprochen.


Jugendförderpreis

Wenn Kinder Kindern helfen kann viel Gutes entstehen. So wurde das Projekt „Youth Supporters“ der Oberschule an der Deilich in Bad Harzburg im 3. Jahr seines Bestehens im Juni 2016 mit dem Jugendförderpreis des Landkreises Goslar ausgezeichnet.
Auf diese Weise wurde in besonderer Weise das Engagement von Schülern gewürdigt, die in ihrer Freizeit jüngeren Schülerinnen und Schülern Nachhilfe erteilen. Aber das soziale Bewusstsein der freiwilligen Arbeitsgemeinschaft reichte in diesem Jahr auch über diese Tätigkeit hinaus, als sie beschloss, das Preisgeld dem Kinderhospiz Löwenherz zukommen zu lassen.
Dementsprechend fuhren die Schulleitung Frau Eilers und Projektleiterin Frau Hinrichs am 10. August 2016 nach Braunschweig, um dem Stützpunkt Braunschweig einen Scheck über 300 Euro zu überreichen.
Dort gab es einen freundlichen Empfang durch die Koordinatorin der Löwenherz-Hospizarbeit in Braunschweig Isa Groth, die Koordinatorin in Bad Harzburg Anke Heise-Engelschalk sowie die werdende ehrenamtliche Kinderbegleiterin für Löwenherz Agnes Wolf. Dem schlossen sich intensive und informative Gespräche über die ambulante und stationäre Arbeit mit schwerstkranken oder sterbenden Kindern und Jugendlichen sowie deren Angehörigen an, die Einblick in eine in verschiedenster Hinsicht fordernde und mit viel Zuwendung geleistete Arbeit gaben.
Schnell wurde deutlich, wie wichtig diese Hilfe ist und wie sinnvoll die Spende der Jugendlichen für Jugendliche und Kinder war.


Niedersächsischer Kinderrechtepreis

Am Freitag, 10.10.14 erwartete die Schule an der Deilich in Bad Harzburg hohen Besuch. Der Landesvorsitzende des Kinderschutzbundes Niedersachsen Johannes Schmidt nahm den weiten Weg aus Cuxhaven auf sich, um den Schülerinnen und Schülern der Klasse 9b einen Sonderpreis zu verleihen. Die Jugendlichen nahmen im vergangenen Schuljahr unter der Leitung der Lehrkräfte Vanessa Lumack und Nadine Schulz an einem Wettbewerb des Niedersächsischen Kinderschutzbundes unter dem Motto „KinderHabenRechte“ teil. Für ihr herausragendes Ergebnis erhielten die Schülerinnen und Schüler eine tolle Anerkennung in Form eines Sonderpreises. Die Jugendlichen haben sich innerhalb des Projektes „Barrierefreies Lernen eine Schule für alle“ bemüht, nachzuspüren, wie Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen sich an der Schule an der Deilich zurechtfinden würden. Während sie alltägliche Dinge im Schulalltag im Rollstuhl sitzend oder mit einer Brille, die Sehbehinderungen nachstellte, bewältigten, stellten sie Barrieren innerhalb der Schule fest und dokumentierten diese. Laut Herrn Schmidt ist diese Leistung einen Sonderpreis wert und überreichte den Jugendlichen eine Urkunde.


Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage

2011 erhielten wir die Auszeichnung „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ und noch immer sind wir eine inklusive Schule, die niemanden ausgrenzt. Diskriminierung wird nicht geduldet, Rassismus nicht toleriert. Wir stehen für Toleranz und Vielfalt.


Umweltschule

Am 12.September 2013 fand die Auszeichnungsveranstaltung „Umweltschule in Europa“ auf dem Gut Herbigshagen bei Duderstadt statt. Bewerben konnten sich für diesen Titel Schulen aus dem Bereich Braunschweig, die sich im Projektzeitraum 2011-2013 beteiligt hatten.
Eine Gruppe von Schülern und den Lehrern K. Kralik und T. Wernicke konnten die begehrte Fahne und die Urkunde für die Oberschule Bad Harzburg in Empfang nehmen, die damit nun zum vierten Mal ausgezeichnet wurde und gewissermaßen zu den „alten Hasen“ unter den Umweltschulen zählt. Honoriert wurde das Engagement der Schülerinnen und Schüler sowie der betreuenden Lehrkräfte der Schule in verschiedenen Handlungsfeldern. Besonders aktiv waren die Klassen in der Thematik „Erforschung alternativer Energieerzeugung“ sowie „schüler- und umweltgerechte Schulhofgestaltung“. Die Arbeit der vergangenen zwei Jahre war von vielen Teilprojekten geprägt, in denen sich die Schülerinnen und Schüler aller Klassen aktiv und handlungsorientiert mit den Themen der zwei Handlungsfelder auseinander setzten. Aus den zahlreichen Aktivitäten sind die Umweltprojekttage in der jeweils letzten Schulwoche, der Bau von Freiluft- Mühle- und Damespielen, Forschertage für Grundschüler, zahlreiche Pflege- und Pflanzaktionen auf dem Schulgelände sowie eine sehr umfangreiche Sanierung des Bioteiches besonders zu erwähnen. Auch im kommenden Projektzeitraum von 2013-2015 wird die Oberschule Bad Harzburg ihre Projekttätigkeit mit zum Teil neuen Inhalten fortsetzen und praxisnah in das vielfältige Schulleben integrieren.


Zivilcouragepreis

Seit über zehn Jahren engagiert sich die Bad Harzburger Oberschule an der Deilich für das Thema Zivilcourage. Viele Aktionen haben Lehrer und Schüler seitdem hinter sich gelassen, um sich weiter zu entwickeln und dieses Thema nachhaltig in der Schule zu integrieren.
Zum ersten Mal überhaupt veranstaltete die OBS am Freitag einen gemeinsamen Tag der Zivilcourage mit dem Werner-von-Siemens-Gymnasium.
Unter dem Motto „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ arbeiteten über 400 Schüler der Jahrgänge sieben bis neun gemeinsam an 14 verschiedenen Projekten. „Die Idee dahinter war es, den Kontakt der Schüler beider Schulen zu intensivieren und Vorurteile gegeneinander abzubauen“, informierte Inga Rau, Schulleiterin des Werner-von-Siemens-Gymnasiums am Freitag vor Ort. Dabei sollte auch das Bewusstsein für Zivilcourage wachgerüttelt werden.
Die Aktionen verteilten sich von sportlichen bis hin zu künstlerischen Angeboten, die von Schülern für Schüler initiiert worden waren. Und der ganze Tag wurde ebenfalls durch die Schüler geplant. Ein Engagement, was sich auszuzeichnen lohnt: Im Rahmen dieses Aktionstages vergab der Braunschweiger Polizeipräsident Michael Pientka an die OBS für ihr mehr als zehn Jahre langes Engagement im Bereich der Prävention den Zivilcourage-Preis. Zum zweiten Mal wurde dieser Preis seit Vergabebeginn im Jahr 2010 überhaupt einer Schule verliehen, ansonsten geht dieser etwa an Einzelpersonen, die sich in gefährlichen Situationen couragiert gegenüber ihren Mitbürgern verhalten haben.
„Wir wollen das Positive der Zivilcourage damit in den Vordergrund bringen, weil es so schnell zu einem Drama gemacht wird“, betont Andrea Haase, Pressesprechern der Polizeidirektion Braunschweig.
Polizeipräsident Pientka schwärmte in einer vollen Aula von der OBS und der Aktion mit dem Gymnasium, fasste außerdem die Courage-Aktionen der Schule noch einmal zusammen. Angefangen hatte alles im Jahr 2004, als der Weiße Ring und die Polizei die so genannten „Fitnesspakete“ an die Schule übergab. Daraus entwickelten sich weitere Projekte, neue Ideen. „Eine bilderbuchhafte Entwicklung“, nannte es Pientka treffend. Nicht zum ersten Mal wurde die Schule für ihren Verdienst um die Prävention ausgezeichnet: Unter anderem gab es 2013 den Preis „Schule ohne Rassismus Schule mit Courage“ und die Auszeichnung für „Toleranz und Vielfalt gegen Rassismus und Intoleranz“ vom Landkreis. Deshalb ließ es sich auch Landrat Thomas Brych nicht nehmen, zum Gratulieren vorbeizuschauen. OBS-Rektorin Ulrike Eilers ließ sich krankheitsbedingt durch Konrektor Peter Rausche vertreten, der sich sehr für seine Schüler freute.
Neben Aktionen wie Fußball, Tanzen, internationales Kochen oder das Projekt „Sitten und Gebräuche anderer Kulturen“ waren die beiden Hauptattraktionen dieses Tages der Rapper „2schneidig“, der sich gegen Drogen, Gewalt und Rassismus engagiert und Anschnitte aus seinem Leben preisgab, und eine Lesung von Anno Kushnarowa, die ihren Roman .“Jihad Paradise“ in einer Lesung vorstellte.
Bei allem Lob ließ Gymnasialdirektorin Inge Rau dennoch die Zukunft nicht aus den Augen und fand die passenden Abschlussworte: Dies sollte eine Motivation sein, diesen Weg weiter zu gehen, einen Nutzen daraus zu ziehen und das Ziel nicht aus den Augen zu lassen.

Goslarer Zivilcouragekampagne

Seit 2010 Jahren kämpft die Goslarer Zivilcouragekampagne (GZK) dafür, dass sich mehr Menschen für andere einsetzen. Statt wegzusehen, sollen sie helfen und die Polizei rufen, damit sie sich keinem Risiko aussetzen. Mit Aktionen wie Plakatausstellungen, Kinospots oder Besuchen in Schulen macht die GZK, getragen von der Polizeiinspektion Goslar (PI), dem Weißen Ring, dem Cineplex, der Goslarschen Zeitung und dem Studio Photogeno, landesweit darauf aufmerksam, wie wichtig couragiertes Verhalten in unserer Gesellschaft ist. Einmal im Jahr werden Menschen aus dem Landkreis Goslar geehrt, die solch ein Verhalten an den Tag gelegt haben. Am 8. Januar 2015 hatte die GZK in die Aula der Polizeiinspektion geladen, um fünf Männer und Frauen für ihren Mut auszuzeichnen. Als Festrednerin war Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz in die Kaiserstadt gereist.

Für ihr jahrelanges Engagement in Sachen Zivilcourage ehrten Rainer Bruckert, Landesvorsitzender des Weißen Rings, und GZK-Teilnehmerin Dr. Riem Hussein die Leiterin der Oberschule Bad Harzburg, Ulrike Eilers.